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1. Preis

Der 1. Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 3.500,- € wurde an den Verein Pausenboot e.V. in Kiel verliehen.

„Ursprünglich waren wir Jugendliche mit und ohne Behinderungen, die nach der Konfirmandenzeit Lust hatten, sich weiterhin zu treffen und gemeinsam etwas „auf die Beine zu stellen“. Wir begannen auf Festen und Veranstaltungen Waffeln und Süßigkeiten gegen Spende anzubieten, um uns so ein kleines finanzielles Polster für weitere Unternehmungen zu schaffen. Schnell wuchs dadurch das Selbstvertrauen, sich gemeinsam in die Öffentlichkeit zu wagen.

„Pausen“: Ein „Markenzeichen“ unseres Angebots ist unser anderes Tempo. Unsere Kunden müssen und können mit uns entschleunigen, weil wir für alle Dinge länger brauchen. Meistens schalten die Kunden nach einem kurzen Überraschungseffekt sehr schnell um. Wenn sie sehen, dass sie es bei uns nicht mit belastbaren Profis zu tun haben, wächst sofort das Interesse.

Die Kunden fragen oder lesen unsere Flyer und die Neugierde wird zu Staunen, was wir uns zutrauen und schon geschafft haben. Das „Boot“ in unserem Namen kommt daher, dass wir ursprünglich ein Boot in die Kieler Förde legen wollten, auf dem wir unser Angebot in größerem Rahmen umsetzen könnten. Leider erwies es sich schnell als nicht finanzierbar. Deshalb haben wir das Konzept umgearbeitet, einen Bauwagen gekauft und ihn für unsere Zwecke zu einem rollenden Kiosk umgebaut.“

 

www.pausenboot.de

Die Jury hat besonders beeindruckt, dass hier aus einer Konfirmandenarbeit so viel Eigeninitiative herausgewachsen ist, die „über den kirchlichen Tellerrand“ hinaus wirkt und ganz verschiedene Menschen etwas für andere gestalten und sie auf den "Geschmack" bringen, was Inklusion bedeuten kann.

2. Preis

Der 2. Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500,- € wurde an die Konfirmandenarbeit im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg verliehen.

Im Rahmen des Konfi-Camps wurde ein Theaterkurs für Jugendliche mit und ohne Behinderung im Konficamp Neukirchen zum zweiten Mal angeboten. Die Theatergruppe - 15 Jugendlichen mit und ohne Behinderung - lebte mit circa 150 anderen Jugendlichen eine Woche lang im Camp. Fünf Stunden täglich wurden kleinere selbst ausgedachte Szenen einstudiert, die nach fünf Tagen in einer Abschluss-Show präsentiert wurden: Alle Stücke wurden mit so viel Spaß, einer super Gesichtsmimik und Gestik vorgeführt, dass der Applaus und Jubel nicht aufhören wollte. Das geförderte Projekt war mehr als nur Theaterspiel. Der gelernte Schauspieler Sebastion Knorr und Jan-Niklas Hinsche begleiteten mit weiteren Teamer_innen die Gruppe in ihrem Alltag, auch Putzdienst der Toiletten oder Teilnahme an den Workshops wie z.B. Speckstein bearbeiten, Armbänder flechten oder Volleyball spielen gehörten dazu. Und auch die Nächte in den Zelten haben die behinderten und nichtbehinderten Jugendlichen gemeinsam verbracht. In der Zeit haben alle viel voneinander gelernt: aufeinander achtgeben, jeden so zu nehmen wie er ist und natürlich sich zu achten.

Hier steht mehr!

Die Jury findet: Konfirmandenarbeit ist eine Kernaufgabe der Kirche, mit der immer noch viele Jugendliche erreicht werden. Indem im Camp eine Theatergruppe von Jugendlichen mit und ohne Behinderung wirkt, wird das „Konficamp“ zur inklusiven Erfahrung genutzt und verändert.

3. Preis

Den 3. Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500,- € teilen sich zwei Preisträger. Die Christuskirchengemeinde Husum und die Markuskirchengemeinde Lübeck.

Die Christuskirchengemeinde Husum hat sich inhaltlich neu ausgerichtet und kooperiert mit einer Einrichtung der Behindertenhilfe. Im Gemeindehaus ist eine Seniorentagesstätte für Menschen mit Behinderungen angesiedelt und das Haus entsprechend umgestaltet worden. Es gibt auch Flüchtlingsarbeit im Gemeindehaus. Das Gemeindehaus ist somit zum Begegnungsort für ganz unterschiedliche Menschen aus dem Stadtteil geworden. Die Gemeinde hat sich insgesamt dem Stadtteil und der Vielfalt unterschiedlicher Menschen - ihrer Gaben und Bedürfnisse - geöffnet.

Die Markusgemeinde Lübeck ist schon länger auf dem Weg zu einer inklusiven Gemeinde. Das Gemeindehaus ist barrierefrei umgebaut, es gibt eine Seniorentagesstätte für Menschen mit Behinderungen in Kooperation mit der Vorwerker Diakonie. In der Gemeinde gibt es die Rückenwindgruppe, die ganz unterschiedliche Menschen u.a. Menschen mit und ohne Behinderungen) besuchen, die etwas miteinander machen und die Idee der Inklusion in der Gemeinde miteinander voran bringen. Beteiligung wird in der Gruppe ganz praktisch gelebt. Die Jury prämiert mit diesem 3. Preis zwei Gemeinden, die sich auf den Weg gemacht, sich verändert und geöffnet haben. Wir finden beide Gemeinden beispielhaft dafür, wie mit Kooperation und Öffnung in den Stadtteil ein eigenes inklusives Profil zu gewinnen ist. In beiden Gemeinden spielt das Miteinander ganz verschiedener Menschen und Einrichtungen eine besondere Rolle. 

Die Jury prämiert mit diesem 3. Preis zwei Gemeinden, die sich auf den Weg gemacht, sich verändert und geöffnet haben. Wir finden beide Gemeinden beispielhaft dafür, wie mit Kooperation und Öffnung in den Stadtteil ein eigenes inklusives Profil zu gewinnen ist. In beiden Gemeinden spielt das Miteinander ganz verschiedener Menschen und Einrichtungen eine besondere Rolle.